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Berufsbildung Schweiz: EBA, EFZ, Fachausweis und HF im Überblick

Wer das Schweizer Bildungssystem zum ersten Mal betrachtet, trifft auf viele Abkürzungen: EBA, EFZ, BM, FA, HFP, HF. Dieser Artikel ordnet sie in einem Überblick und zeigt, wie Wege miteinander verbunden sind. Das Ziel ist, dass du eine Entscheidung treffen kannst, ohne dich in Begriffen zu verlieren.

Logis Merksatz: In der Schweiz gibt es keinen Abschluss ohne Anschluss: Jede Stufe öffnet Wege zur nächsten.
Logis Merksatz zu diesem Artikel

Der Grundgedanke: Kein Abschluss ohne Anschluss

Die Schweiz setzt stark auf die duale Berufsbildung: Du lernst im Betrieb und in der Berufsfachschule gleichzeitig. Wichtig ist das Prinzip der Durchlässigkeit: Jeder Abschluss führt zu weiteren Möglichkeiten, auch wenn der erste Weg nicht der geradeste war. Mit dem richtigen Abschluss und der nötigen Praxis lassen sich Stufen später nachholen oder wechseln.

Die Stufen im Überblick

Stufe und Beispiel Dauer Abschluss
Grundbildung kurz: Logistiker/in EBA 2 Jahre Eidg. Berufsattest (EBA)
Grundbildung: Logistiker/in EFZ, Kauffrau/Kaufmann EFZ 3 bis 4 Jahre Eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ)
Berufsprüfung: Logistikfachmann/-frau, HR-Fachleute je nach Vorbereitung Eidg. Fachausweis
Höhere Fachprüfung: Logistikleiter/in je nach Vorbereitung Eidg. Diplom
Höhere Fachschule (HF) meist mehrere Jahre Diplom HF
Fachhochschule, Universität je nach Programm Bachelor, Master

Die genauen Dauern und Anforderungen unterscheiden sich je nach Beruf und Anbieter. Verbindlich sind die Verordnungen und Prüfungsordnungen der jeweiligen Berufe.

Logi empfiehlt: Für viele Berufe auf Grundbildungs- und Fachausweisstufe gibt es auf e-learning.place passende Kurse, vom Berufsattest bis zur Berufsprüfung. Dazu passt der Kurs Kauffrau/Kaufmann EFZ Berufskenntnisse (Bildungsplan 2023) auf e-learning.place. Jetzt gratis registrieren und mit der ersten Lerneinheit starten, ohne Kreditkarte.

Grundbildung: EBA und EFZ

Beide Abschlüsse führst du im Betrieb, in der Berufsfachschule und teilweise in überbetrieblichen Kursen durch. Das EBA richtet sich an Personen, die zwei Jahre mit stärkerer praktischer Ausrichtung bevorzugen. Das EFZ dauert drei oder vier Jahre und öffnet weitere Wege. Wer ein EBA besitzt, kann bei guten Leistungen häufig in eine EFZ-Ausbildung einsteigen. Wie viel Zeit das spart, hängt vom Beruf ab. Kläre das mit dem Lehrbetrieb und dem Berufsbildungsamt.

Berufsmaturität: Der Weg zur Fachhochschule

Mit einem EFZ kannst du die Berufsmaturität (BM) absolvieren, entweder lehrbegleitend oder nach der Lehre. Sie ermöglicht den Zugang zu Fachhochschulen. Mit zusätzlichen Prüfungen (Passerelle) ist auch der Zugang zu Universitäten möglich.

Höhere Berufsbildung: Fachausweis, Diplom und HF

Die höhere Berufsbildung vertieft das Berufswissen und bereitet auf Fach- und Führungsaufgaben vor:

  • Berufsprüfung (BP): Sie führt zum eidgenössischen Fachausweis. Typisch sind mehrere Jahre Berufspraxis und ein Prüfungsverfahren nach einer eidgenössisch genehmigten Prüfungsordnung.
  • Höhere Fachprüfung (HFP): Sie führt zum eidgenössischen Diplom und richtet sich an Personen mit weiterer Erfahrung und Verantwortung.
  • Höhere Fachschule (HF): Sie führt zu einem Diplom HF und ist an Schulen organisiert, oft berufsbegleitend oder in Vollzeit.

Welche Zulassung gilt, steht in der jeweiligen Prüfungsordnung beziehungsweise im Rahmenlehrplan.

So findest du deinen Weg

Stelle dir drei Fragen:

  1. Was möchte ich tun? Beschreibe Aufgaben, nicht Titel. Daraus ergibt sich, welche Berufe passen.
  2. Wo stehe ich heute? Welcher Abschluss, wie viel Erfahrung, wie viel Zeit?
  3. Welcher nächste Schritt ist machbar? Plane zeitlich und finanziell, und kläre ab, welche Unterstützung es gibt (Arbeitgeber, Kanton, Bund).

Eine Beratung bietet die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung deines Kantons. Sie ist in den meisten Fällen kostenlos oder günstig.

Übung: Passende Wege finden

Fall: Eine Person hat ein EFZ als Logistikerin, vier Jahre Berufspraxis und möchte ein Team leiten. Mögliche Wege: Eine Berufsprüfung mit eidgenössischem Fachausweis (zum Beispiel Logistikfachfrau) führt gezielt auf Fach- und Führungsaufgaben. Wer lieber an eine Fachhochschule möchte, prüft die Berufsmaturität nach der Lehre. Als Nächstes liest sie die Prüfungsordnung, um die Zulassung zu klären, und rechnet Kosten und Zeit durch.

Häufige Fragen

Ist die Berufsbildung weniger wert als ein Studium?

Nein, sie ist ein gleichwertiger Weg mit anderen Schwerpunkten. Wer sich für Praxis und Berufserfahrung entscheidet, kann auf höherer Stufe weiterbilden, bis hin zur Fachhochschule.

Kann ich nach der Lehre noch wechseln?

Ja. Über Berufsmaturität, Passerelle oder Weiterbildungen lassen sich Richtungen ändern. Prüfe die Zulassungsbedingungen früh.

Wo finde ich offizielle Informationen?

Beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), bei berufsberatung.ch und auf dem Portal ch.ch.

Quellen und weiterführende Links

Weiterlernen auf e-learning.place

Logi begleitet dich durch die Kurse der Plattform: mit Praxisfällen, Übungen, Lernkarten und Quiz. So wird aus diesem Artikel eine Lernroutine.

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