Python lernen als Einsteiger: Ein Lernplan für acht Wochen
Python gilt als gute erste Programmiersprache: Der Code ist gut lesbar, und mit wenigen Zeilen lassen sich nützliche Dinge tun, etwa Dateien auswerten oder Abläufe automatisieren. Ein Lernplan hilft, nicht in der Fülle der Möglichkeiten zu versinken. Hier findest du einen Plan für acht Wochen mit rund drei bis fünf Stunden pro Woche. Passe das Tempo an deine Zeit an.

Vorbereitung: Python installieren und einen Editor wählen
Lade Python von der offiziellen Webseite herunter und installiere es. Für den Einstieg genügt ein einfacher Editor oder eine Entwicklungsumgebung wie VS Code oder Thonny. Teste die Installation mit einem ersten Programm: print("Hallo Welt"). Wenn die Ausgabe erscheint, bist du bereit.
Der Acht-Wochen-Plan
| Woche | Thema | Ziel am Ende der Woche |
|---|---|---|
| 1 | Variablen, Zahlen, Texte | Kleine Rechnungen programmieren, Eingaben lesen |
| 2 | Bedingungen (if, elif, else) | Entscheidungen im Programm treffen |
| 3 | Schleifen (for, while) | Wiederholungen schreiben und Fehler vermeiden |
| 4 | Listen und Wörterbücher | Daten sammeln, durchsuchen und sortieren |
| 5 | Funktionen | Wiederverwendbaren Code schreiben |
| 6 | Dateien lesen und schreiben | Eine CSV-Datei auswerten |
| 7 | Module und Fehlerbehandlung | Fehler abfangen, Bibliotheken nutzen |
| 8 | Mini-Projekt | Ein eigenes Programm fertigstellen |
Logi empfiehlt: Der Python-Kurs führt dich von der ersten Zeile bis zum eigenen Programm, mit Übungen zu jedem Schritt. Dazu passt der Kurs Python für Einsteiger auf e-learning.place. Jetzt gratis registrieren und mit der ersten Lerneinheit starten, ohne Kreditkarte.
Konkrete Übungen für jede Woche
Zu jedem Thema brauchst du eine Aufgabe, die du selbst löst, nicht nur liest. Diese Vorschläge lassen sich in einer Stunde bearbeiten:
- Woche 1: Schreibe ein Programm, das aus Preis und Menge den Rechnungsbetrag berechnet und mit einem Satz ausgibt. Erweitere es um eine Eingabe des Benutzers.
- Woche 2: Ein Programm, das eine Temperatur einliest und je nach Wert «kalt», «angenehm» oder «warm» ausgibt.
- Woche 3: Eine Schleife, die die Zahlen von 1 bis 20 durchgeht und nur die durch 3 teilbaren ausgibt.
- Woche 4: Eine Liste mit fünf Artikelnamen: sortieren, den längsten Namen finden, einen Artikel entfernen.
- Woche 5: Eine Funktion, die den Durchschnitt einer Zahlenliste berechnet und prüft, ob die Liste leer ist.
- Woche 6: Eine kleine Textdatei mit Zahlen lesen, summieren und das Ergebnis in eine neue Datei schreiben.
- Woche 7: Das Programm von Woche 6 so erweitern, dass es mit einer fehlenden Datei umgehen kann und eine verständliche Meldung ausgibt.
Notiere zu jeder Aufgabe, was nicht auf Anhieb geklappt hat. Diese Liste ist dein persönliches Lernprotokoll und zeigt, wo du Wiederholung brauchst.
Ein Beispiel: Der Meldebestand als Funktion
Das folgende Programm berechnet, wann nachbestellt werden muss:
def meldebestand(verbrauch_pro_tag, lieferzeit_tage, sicherheitsbestand):
return verbrauch_pro_tag * lieferzeit_tage + sicherheitsbestand
bestand = 380
grenze = meldebestand(40, 6, 120)
if bestand <= grenze:
print("Jetzt bestellen")
else:
print("Bestand reicht noch")
Die Funktion berechnet 40 × 6 + 120 = 360. Der Bestand von 380 liegt darüber, also meldet das Programm «Bestand reicht noch». Du siehst darin vier Grundbausteine: Funktion, Variablen, Berechnung und Bedingung.
So lernst du wirksam
- Tippe Code selbst ab. Kopieren spart Zeit, aber du lernst weniger. Tippe Beispiele ab und verändere sie.
- Lies Fehlermeldungen. Python nennt Zeile und Art des Fehlers. Lies sie von unten nach oben und suche die Zeile.
- Löse kleine Aufgaben. Zehn kurze Aufgaben bringen mehr als ein langes Video.
- Erkläre deinen Code. Schreibe zu jedem Programm in zwei Sätzen, was es tut. Das deckt Lücken auf.
- Arbeite an einem eigenen Projekt. Etwas, das dich interessiert: Ausgaben auswerten, Lagerbestände prüfen, Dateien umbenennen.
Mini-Projekt-Ideen für Woche 8
- Lagerbestand prüfen: Eine CSV-Datei mit Artikeln und Beständen einlesen und alle Artikel unter dem Meldebestand ausgeben.
- Haushaltsbudget: Ausgaben aus einer Datei lesen, nach Kategorie summieren und ausgeben.
- Dateien sortieren: Dateien in einem Ordner nach Endung in Unterordner verschieben.
Wähle ein Projekt, das du in zwei bis drei Stunden schaffen kannst. Fertigstellen ist wichtiger als Perfektion.
Typische Anfängerfehler
- Einrückung: Python nutzt Einrückungen als Struktur. Mische nicht Tabulatoren und Leerzeichen.
- = statt ==: Ein einfaches Gleichheitszeichen weist zu, zwei vergleichen.
- Zahlen als Text: Eingaben mit input() sind Text. Wandle sie mit int() oder float() um.
- Zu viel auf einmal: Baue ein Programm in kleinen Schritten und teste nach jedem.
Übung: Finde den Fehler
Code: if bestand = 360: print("Grenze erreicht"). Fehler: Für den Vergleich braucht es zwei Gleichheitszeichen, also if bestand == 360. Python meldet in diesem Fall einen Syntaxfehler (SyntaxError). Korrigiere die Zeile und teste mit verschiedenen Werten.
Wie geht es nach acht Wochen weiter?
Vertiefe die Themen mit grösseren Projekten, lerne Datenanalyse mit Tabellen und Datenbanken und übe sauberen Code mit Tests. Wer mit Daten arbeitet, kombiniert Python oft mit SQL. Entscheide nach deinen Zielen, ob du Automatisierung, Datenanalyse oder Webanwendungen vertiefen möchtest.
Häufige Fragen
Brauche ich Mathekenntnisse?
Für den Einstieg reichen Grundrechenarten. Für Datenanalyse und Statistik helfen später weitere Kenntnisse.
Wie lange dauert es, Python zu lernen?
Grundlagen schaffst du mit regelmässiger Übung in einigen Wochen. Sicherheit entsteht durch eigene Projekte über Monate. Verwende die Acht-Wochen-Struktur als Start.
Wo finde ich die offizielle Dokumentation?
Auf docs.python.org gibt es eine Anleitung für Einsteiger.
Quellen und weiterführende Links
Weiterlernen auf e-learning.place
Logi begleitet dich durch die Kurse der Plattform: mit Praxisfällen, Übungen, Lernkarten und Quiz. So wird aus diesem Artikel eine Lernroutine.
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