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Microsoft Word – vom Anfänger bis Profi · Öffentliche Lernprobe

Eine Word-Datei als PDF prüfen und freigeben

Leere Seiten und defekte Links im PDF: Finde die Ursache und arbeite mit einer nachvollziehbaren Freigabeprüfung.

Lies den Fall, beantworte die Fragen zuerst selbst und öffne danach die Musterlösung. Du brauchst kein Konto. Deine Antworten bleiben bei dir.

Druckvorschau, PDF-Freigabe und Fehlerdiagnose: Theorie, Entscheidungslogik und Praxis

Die PDF ist ein eigenes Prüfergebnis

Die Druckvorschau zeigt, wie Word das Dokument auf Seiten verteilt. Beim Export entsteht eine separate PDF-Datei. Eine spätere Änderung der Word-Datei aktualisiert diese PDF nicht. Prüfe deshalb die tatsächlich erzeugte Fassung, bevor sie weitergegeben wird: Inhalt, Seiten, Links und Dateistand müssen zusammenpassen.

Eine zusätzliche Seite an ihrer Ursache korrigieren

Blende in Word unter Start > Absatz > ¶ die Formatierungszeichen ein. Überflüssige leere Absätze und ein manueller Seitenumbruch sind andere Ursachen als ein notwendiger Schlussabsatz hinter einer Tabelle. Ein Abschnittsumbruch kann zudem Seitenausrichtung, Kopfzeilen und Nummerierung steuern. Lösche daher nicht pauschal alle Umbrüche, sondern identifiziere das auslösende Element in einer Arbeitskopie und kontrolliere anschliessend die Nachbarseiten.

Wenn nur der erforderliche Schlussabsatz hinter einer Tabelle auf die nächste Seite rutscht, lässt er sich nicht wie ein überflüssiger Leerabsatz entfernen. Prüfe seine Absatz- und Schriftformatierung. Microsoft beschreibt dafür unter anderem einen sehr kleinen Schriftgrad der Schlussabsatzmarke. Beurteile danach das ganze Seitenbild, statt nur die Seitenzahl zu zählen.

Linktext und Linkziel getrennt prüfen

Ein blau unterstrichenes Wort ist noch kein Beleg für den richtigen Verweis. Öffne das Link-Menü und kontrolliere die tatsächliche Zieladresse. Eine lokale Datei auf deinem Rechner ist für externe Empfänger normalerweise nicht erreichbar. Für eine öffentliche Besucherinformation brauchst du die dafür freigegebene erreichbare Webadresse. Teste den Link zuerst in Word und dann im exportierten PDF. Funktioniert er nur in einer Anwendung nicht, grenze Viewer-Einstellungen und Exportweg ein, bevor du die Quelle erneut änderst.

Ein kontrollierter Export

  1. Quelldatei sichern: Änderungen in der richtigen Word-Version speichern; Dokumentname und Stand prüfen.
  2. Vorschau kontrollieren: Unter Datei > Drucken alle Seiten, Papierformat, Ausrichtung und unerwartete Umbrüche ansehen.
  3. PDF erzeugen: In Word für Windows beispielsweise Datei > Exportieren > PDF/XPS-Dokument erstellen wählen. Seitenbereich und Zielordner kontrollieren. Bezeichnungen unterscheiden sich nach Word-Version.
  4. Neue Datei prüfen: Die soeben erzeugte PDF im Viewer öffnen, Seiten vollständig durchgehen, einen wichtigen Begriff suchen und die benötigten Links ausprobieren.
  5. Fassung freigeben: Erst nach erfolgreicher Kontrolle den geprüften Dateistand weitergeben; veraltete Exporte nicht versehentlich anhängen.

Wenn Anforderungen an Barrierefreiheit bestehen, prüfe zusätzlich Dokumentstruktur und passende Exportoptionen. Ein anklickbarer Link oder durchsuchbarer Text allein belegt keine vollständige Barrierefreiheit.

Dein Freigabeentscheid: Die Besucherinformation

Ausgangslage: Lea bereitet als Mitarbeiterin am Empfang die zweiseitige Besucherinformation zur Veröffentlichung vor. Ihre erste PDF enthält drei Seiten; auf Seite 3 steht nur eine leere Zeile. Der Link «Kontakt zum Empfang» öffnet bei einer Kollegin nicht das erwartete Ziel. Die Datei ist noch nicht freigegeben.

Belege: Mit eingeblendeten Formatierungszeichen sieht Lea nach der letzten Textzeile einen manuellen Seitenumbruch. Im Link-Menü steht als Ziel eine Datei im persönlichen Downloadordner ihres Rechners. Die Kollegin verwendet einen anderen Arbeitsplatz. Für die Besucherinformation ist eine öffentliche Kontaktseite vorgesehen.

Auftrag: Erkläre die beiden Fehlerursachen. Beschreibe deine Korrekturen und die Kontrollen, nach denen du die neue PDF zur Freigabe vorlegen würdest. Warum reicht es nicht, die dritte Seite nur im PDF zu entfernen?

Musterlösung aufklappen

Der manuelle Seitenumbruch erzeugt hier die unerwünschte Zusatzseite. Lea entfernt gezielt diesen überflüssigen Umbruch in der Word-Arbeitskopie und prüft anschliessend Seitenfluss, Kopf- und Fusszeilen sowie Vollständigkeit. Sie löscht keine anderen Abschnittsgrenzen auf Verdacht.

Der Link verweist auf eine lokale Datei, die am anderen Arbeitsplatz nicht am selben Ort verfügbar ist. Lea ersetzt das Ziel durch die bestätigte öffentliche Kontaktadresse und testet die Navigation in Word. Der sichtbare Text «Kontakt zum Empfang» kann dabei gleich bleiben.

Nach dem Speichern exportiert sie eine neue PDF mit nachvollziehbarem Dateistand. Im Viewer prüft sie die vorgesehenen zwei vollständigen Seiten, einen Suchbegriff und den Link. Wenn möglich, lässt sie das Linkziel zusätzlich am anderen Arbeitsplatz kontrollieren. Erst dieses Ergebnis wird zur Freigabe vorgelegt. Das alleinige Entfernen der PDF-Seite würde den Fehler in der Quelle belassen; beim nächsten Export könnte er wieder auftreten. Eine nachträgliche PDF-Korrektur allein behebt ausserdem den falschen Link nicht.

Fachliche Grundlage: Microsoft: Unerwünschte Seiten und Umbrüche entfernen sowie Microsoft: Word-Dokument als PDF speichern oder exportieren. Der Fall ist ein eigenes Lernbeispiel.

Vertiefe das Thema

Diese Lernprobe stammt aus «Druckvorschau, PDF-Freigabe und Fehlerdiagnose». Im Kurs findest du die vollständige Lernfolge mit interaktiven Übungen und gespeichertem Fortschritt.

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